
Politiker und Vertreter der Wohlfahrtsverbände diskutieren über Zukunft des Zivildienstes
Wie sieht die Zukunft des Zivildienstes aus: Über diese Frage diskutierten rund 30 Interessierte, darunter Vertreter verschiedener Wohlfahrtsverbände Ende Mai in Kiel. Zu der Veranstaltung unter dem Motto „Die Soziale Balance wahren – Zukunft des Zivildienstes“ hatte die CDU in die Hermann-Ehlers-Akademie eingeladen. Lukas Weigelt, Bildungsreferent der Paritätischen Sozialdienste und Vertreter des PARITÄTISCHEN, plädierte in seinem Statement dafür, den jetzigen Pflichtdienst stärker als Lerndienst zu verstehen.
In Zeiten knapper öffentlicher Gelder und immer kürzerer Dienstzeiten verändert sich der Zivildienst. Dienststellen, Politiker und Bildungsträger stehen vor der Frage, wie sich der Zivildienst angesichts der wandelnden Rahmenbedingungen sinnvoll weiter entwickeln kann. Die Krise als Chance nutzen, lautete die einhellige Meinung. So trat Lukas Weigelt dafür ein, den Pflichtdienst stärker als Lerndienst zu verstehen. Die Einstellung „das bringt mir nichts, da muss ich durch“ müsse einem positiven Engagement des Jugendlichen weichen. Voraussetzung dafür sei es, dass der Jugendliche die Zeit für eine positive Entwicklung seiner Persönlichkeit und beruflichen Laufbahn nutzen könne. Der Zivildienstleistende müsse lernen, stärker Verantwortung für sich und das Gemeinwesen zu übernehmen. Nur dann könne er der anspruchsvollen Arbeit mit seiner Klientel gerecht werden.
Einig waren sich die Teilnehmer der Veranstaltung, die anstehende Umbruchphase zu nutzen, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Wichtig sei dabei, dass die Politik den Dienststellen Planungssicherheit gebe. Darunter fallen beispielsweise Vorgaben über Dauer des Zivildienstes und mögliche, neue Dienstbereiche.
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